Drei Siege, drei zweite Plätze und ein dritter Platz in der Meisterschaftswertung: Teo Borenstein reist als erfolgreichster tschechischer Fahrer der diesjährigen F4-Saison der Zentraleuropäischen Zone zum Racing Journal Speed Fest. Am Wochenende des 1. und 2. August präsentiert er sich seinen heimischen Fans auf dem Autodrom Most im Rahmen des größten Formel-Wochenendes der Saison in Tschechien.
Nach drei Rennwochenenden liegt Borenstein auf dem dritten Gesamtrang. Was ihn aber noch mehr freut als das Ergebnis, ist die Geschwindigkeit, die er gemeinsam mit seinem Team schrittweise aufbaut.
„Ich bin bisher unglaublich zufrieden, aber wir haben erst die Hälfte der Saison hinter uns. Am meisten freut mich unsere Geschwindigkeit, sogar noch mehr als die Ergebnisse. Seit dem ersten Training am Red Bull Ring haben wir an unserem Selbstvertrauen gearbeitet, und das bisher mit Erfolg. Das Jenzer-Team, mein Ingenieur, mein Vater und Tomáš Enge haben maßgeblich dazu beigetragen“, sagt er über den bisherigen Saisonverlauf.
Er will sich mit seiner aktuellen Position jedoch nicht zufriedengeben. „Ich betrachte den dritten Platz nicht als Ziel. Ich hoffe, ich kann um den Titel kämpfen“, fügt er hinzu.
Neben seinen Erfolgen hat er auch schwierige Momente erlebt. Das letzte Rennen auf dem Red Bull Ring bezeichnet er als das schwierigste, da er dort nach einer Kollision mit einem Konkurrenten die Chance auf einen Podiumsplatz verlor.
„Rein technisch gesehen war es nicht das härteste Rennen der Saison, mental war es die größte Herausforderung. Zu diesem Zeitpunkt gab es nichts mehr zu retten, es ging nur noch darum, ins Ziel zu kommen. Das hat mir mehr beigebracht als jeder Sieg“, sagt er.
Die Fähigkeit, mit Druck, Fehlern und Misserfolgen umzugehen, ist ein wichtiger Bestandteil des Übergangs vom Kartsport in die Formel 4. Die Formel 4 stellt eine der ersten entscheidenden Etappen für junge Fahrer auf ihrem Weg zum professionellen Motorsport dar. Neben der Geschwindigkeit selbst lernen sie, im Team zu arbeiten, Daten auszuwerten, das Fahrzeug einzustellen und sich in einem sehr großen Starterfeld zu behaupten.
Ein Heimrennen bedeutet mehr Motivation
Das Rennen in Most wird für den tschechischen Fahrer nicht nur wegen des Kampfes um weitere Punkte etwas Besonderes sein, sondern auch wegen der Atmosphäre des Heimrennens.
„Die Brücke ist für mich anders als andere Rennstrecken. Sie hat einen schönen Rhythmus, und Heimrennen zu fahren ist ein schwer zu beschreibendes Gefühl. Wenn man auf die Tribünen schaut und die Leute sieht, die gekommen sind, um einen anzufeuern, will man sich noch ein bisschen mehr anstrengen“, sagt Borenstein.
Die F4 CEZ bietet in Most ein außergewöhnlich großes Starterfeld mit über vierzig Rennserien. Die Fans können die Technologie und die Fahrer hautnah erleben.
„In der Formel 4 ist alles offener als in den großen Rennserien. Man ist hautnah an den Autos und den Fahrern dran. Dieses Jahr sind über vierzig Autos am Start, es wird also auf dem Most Circuit definitiv einiges zu sehen geben“, lädt er die Fans ein.
Zusätzlich zur F4 CEZ bietet das Racing Journal Speed Fest auch GT- und Tourenwagenrennen, Cup-Serien, eine Fanzone und weitere Rahmenprogramme.
Das Racing Journal Speed Fest findet am 1. und 2. August 2026 im Autodrom Most statt. Kinder unter 15 Jahren haben freien Eintritt.
Weitere Informationen und Tickets: www.autodrom-most.cz/formule/
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