Beim Wechsel auf Winterreifen ist es wichtig, nicht nur den richtigen Zeitpunkt und die Profiltiefe zu wählen, sondern auch die korrekte Reifenplatzierung. Besitzt ein Fahrer zwei neuere und zwei abgefahrenere Winterreifen, sollte das bessere Paar in der Regel auf der Hinterachse montiert werden, selbst bei Fahrzeugen mit Vorderradantrieb. Die meisten Fahrlehrer warnen davor, dass eine falsche Reifenplatzierung die Fahrstabilität, insbesondere auf nasser Fahrbahn, erheblich beeinträchtigen kann.
Wann sollte man auf Winterreifen wechseln?
Als guter Richtwert gilt ein langfristiger Rückgang der durchschnittlichen Tagestemperaturen unter 7 °C. Gesetzlich vorgeschrieben ist die Verwendung von Winterreifen vom 1. November bis zum 31. März, wenn die Fahrbahn durchgehend mit Schnee, Eis oder Frost bedeckt ist oder solche Bedingungen während der Fahrt zu erwarten sind. Bei Kraftfahrzeugen mit einem zulässigen Gesamtgewicht bis einschließlich 3,5 Tonnen müssen Winterreifen auf allen Rädern montiert sein und eine Profiltiefe von mindestens 4 mm aufweisen. Vor der Montage empfiehlt es sich, den allgemeinen Zustand der Reifen und mögliche Beschädigungen zu überprüfen.
Warum bessere Hinterreifen?
Viele Autofahrer gehen davon aus, dass neuere Reifen automatisch auf die Antriebsachse gehören. Wenn aber die Hinterräder vor den Vorderrädern die Haftung verlieren, kann das Auto in ein Übersteuern geraten, das schwerer zu kontrollieren ist.
„Wenn wir einen Satz neuer Reifen haben und der andere bereits teilweise abgefahren ist, ist es ein Fehler, die besseren automatisch auf die Antriebsachse zu montieren. Die unterschiedliche Haftung hat einen großen Einfluss auf die Stabilität des Fahrzeugs, insbesondere auf nasser Fahrbahn und in Kurven“, warnt Marek Kohoutek, Fahrlehrer für sicheres Fahren bei Polygon Most.
Die allgemeine Empfehlung, den weniger abgefahrenen Reifen hinten zu montieren, wird auch von Reifenherstellern bestätigt. Es ist jedoch stets notwendig, die spezifischen Vorgaben des Fahrzeugherstellers zu beachten.
Auch hochwertige Reifen können die richtige Reaktion des Fahrers nicht ersetzen.
Die Erfahrungen aus Fahrsicherheitstrainings bei Polygon Most zeigen, dass viele Teilnehmer von einer Notbremsung überrascht sind. Ein häufiger Fehler ist, das Bremspedal nicht schnell und kräftig genug zu betätigen. Bei Fahrzeugen mit ABS ist es wichtig, bei einer Notbremsung maximalen Bremsdruck aufzubauen und diesen aufrechtzuerhalten. Zudem ermöglicht die korrekte Sitzposition hinter dem Lenkrad eine effektive Kontrolle von Bremse und Lenkung.
Im Polygon Most, dem größten Zentrum für Fahrsicherheitstraining in Tschechien, können Fahrschüler diese Situationen gefahrlos üben. Auf speziellen Trainingsflächen mit unterschiedlicher Griffigkeit lernen sie, wie ihr Auto bei Notbremsungen, Ausweichmanövern oder Schleudern reagiert und wie sie richtig darauf reagieren.
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