Auch wenn die Jahre des Škoda Octavia Cups vorbei sind, schadet es nie, sich anlässlich des 40-jährigen Jubiläums des Most Autodroms an diesen großartigen Rennpokal zu erinnern.
Zu einer Zeit, als der Škoda Pick-Up Freestyle Cup bereits etabliert war, konzentrierten sich Otakar Zenkl und Josef Paseka vom Autospektrum 2000 Mariánské Lázně auf das Rennprojekt Škoda Octavia Cup. 1996 wurde ein Projekt zur Organisation hochkarätiger nationaler Rundstreckenrennen ins Leben gerufen. Dank der identischen Fahrzeuge waren die Rennen stets spannend, und der Kampfgeist der Fahrer zeigte, dass selbst der zehnte Platz hart umkämpft sein konnte. Einige wenige Anfänger scheiterten zu Beginn der Serie, doch letztendlich war es der Škoda Octavia Cup, der die Renaissance des Rundstreckenrennsports einleitete und großes Ansehen erlangte. In den folgenden Jahren organisierte Jiří Kroužeks Ringagentur zusammen mit ihren Partnern Česká pojišťovna und Matador hochkarätige Rennen auf den Rennstrecken in Most und Brünn, später auch auf dem A1-Ring und dem Slavica-Ecclestone-Circuit in Rijeka. Unvergessen bleibt dabei die organisatorische Leistung von Milan Polanský und Luďek Diviš, die für den reibungslosen Ablauf jedes Rennwochenendes sorgten.
Die erste Ausgabe des Škoda Octavia Cups 1997 überraschte
Der Škoda Octavia Cup war eine Marketingmaßnahme, die Škoda Auto hervorragend umsetzte. Er weckte schnell das Interesse von Zuschauern und Journalisten.
Dem Unternehmen Autospektrum 2000 Mariánské Lázně gelang es in Rekordzeit, eine Fahrzeugflotte mit 114 kW (150 PS) bei 6200 U/min und einem Drehmoment von 189 Nm bei 4750 U/min vorzubereiten. In den ersten Jahren wurde überwiegend mit Dunlop-Reifen der Dimension 210/605 R16 gefahren, in den Folgejahren bereits mit Matador-Reifen. Im ersten Jahr, in dem die Rennserie dreimal in Most und zweimal in Brünn ausgetragen wurde, gewann František Došek vor Josef Kopecký und Martin Dlouhý. Die Serie erfreute sich wachsender Beliebtheit, und mancherorts wurde sogar behauptet, sie habe die nationale Rundstreckenmeisterschaft übertroffen.

Nächstes Jahr mit verbessertem Skoda Octavia
Für den Octavia wurden neue 1,8-Liter-Motoren mit 195 PS eingeführt. Octavia-Rennen wurden zu einem festen Bestandteil der Rennwochenenden der europäischen Lkw-Meisterschaft, des Czech Truck Prix und der damals berühmten Interserie.
Die Rennen mit 30 identischen Fahrzeugen lockten namhafte Fahrer wie Svatopluk Kvaizar, Miroslav Adámek, Vladimír Bergr, Oldřich Vaníček, Jiří Jupa und Václav Brejla an den Start. Auch der italienische Bergsteiger Fábio Danti nahm an den ŠOC-Rennen teil und versuchte sich anschließend mit einem ähnlichen Fahrzeug im Bergrennen. Der Pole Mateusz Lisowski zählte ebenfalls zu den Siegern. Den Jahrgang 1998 sicherte sich Josef Kopecký, der kam, sah und mit Bravour triumphierte.
Die neue Generation des Octavia II wurde im Jahr 2004 eingeführt. Podbabská war am Bau der Fahrzeuge beteiligt, die Motoren wurden in den Werkstätten von Josef Michl gebaut.
Die Liste der Teams und Fahrer umfasst das BRT-Team von Milan Maděryč mit den Fahrern Jani Paasonen und Jiří Gottwald, Motorsport Kopecký mit Josef und Jan Kopecký und dem jungen Štefan Rosina, ACA autocentrála mit den Fahrern František Došek und Jan Dostál und Jiří Jupa sowie Jiří Navrátil, Hynek Charous, Jan Bohuslav, Vratislav Kulhánek, Erik Janiš, Jiří Janák. Milan Vaňkát, Bohumil Pfeiffer, Milan Kusý, Patrik Němec, Miloslav Kárný, Michal Matějovský, Radek Bareš, Aleš Jirásek, Michael Vorba, Petr Fulín und andere.
Karel Dolák, CaDo Racing und Jiří Patera bereiteten drei VIP-Autos vor, in denen auch Fahrer aus anderen Bereichen des Motorsports im Starterfeld waren: Roman Kresta, Daniel Landa, Vladimír Berger, Adam Lacko, Michal Dolák und Adam Janouš.
Der letzte Gewinner des Škoda Octavia Cups war Václav Brejla. Der Pokal wurde von 2011 bis 2015 nicht ausgetragen.

Die Wiedergeburt des Škoda Octavia Cups
2016 markierte die Wiedergeburt der Rennserie mit den neuen Škoda Octavia III mit 2.0 TFSI-Motor. Im Debütjahr gingen 22 Fahrer an den Start. Nach einem packenden Kampf siegte der Ungar Gábor Tim vor Tomáš Pekař und Michael Vorba. Der Amerikaner August Macbeth sicherte sich den Sieg, während der Pole Adam Rzepecki und der Deutsche Sebastian Steibel ebenfalls unter die ersten Sechs kamen. Tomáš Enge, Petr Fulín jr. und Jaromír Jiřík traten als Gastfahrer an. Eine weitere Saison 2017 war geplant, wurde aber abgesagt. Der bisher letzte Sieger war Tomáš Pekař im Jahr 2018.
Nun haben diese wunderschönen Rennwagen, die lange in Garagen versteckt waren, die Möglichkeit, auf die Rennstrecke zurückzukehren. Auf Wunsch der Fahrer wurde die A6 Octavia III Trophy-Gruppe als Teil des Hankook Carboniacup 2023 vorbereitet.
Übersicht der Gewinner des Škoda Octavia Cups:
1997 Frantisek Dosek
1998 Josef Kopecký
1999 Frantisek Dosek
2000 Josef Kopecký
2001 Jan Kopecký
2002 Josef Kopecký
2003 Stefan Rosina (SK)
2004 Stefan Rosina (SK)
2005 Jiri Janak
2006 Jiri Janak
2007 Erik Janis
2008 Michael Vorba
2009 Mateusz Lisowski (PL)
2010 Vaclav Brejla
2016 Gabor Tim (HU)
2018 Tomas Pekar
Text und Foto: Vlada Rozanek

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