Nach der Winterpause testeten die Teilnehmer des Panattoni Racing Day in Most, der auf dem Autodrom in Most stattfand, neue oder leicht verbesserte Technologien bei den ersten Hankook Carboniacup-Rennen, d.h. Rennen auf Rennstrecken in den Kategorien Tourenwagen, Serien-Tourenwagen, Spezialfahrzeuge und Prototypen oder Formel-Einsitzer.
Die Teilnehmer der Rennen in Most erwarteten bei ihrer Ankunft kein frühlingshaftes Wetter, doch die Natur hatte ungemütliche Kälte parat. Nicht alle wagten es überhaupt, zum morgendlichen freien Training auf die nasse und kalte Strecke zu gehen. Nach dem Winter war es an der Zeit, die Technik anzupassen, doch selbst in der Kälte wollten die Wagen nicht so recht reagieren. Einige schieden bereits vor dem Qualifying aus und müssen nun beim nächsten Mal versuchen, ihre Punkte zurückzuholen. Neben einigen neuen Fahrzeugen und solchen in neuen Farbvarianten waren auch interessante Prototypen und die berüchtigte 3,5-Liter-Formel zu sehen.
Nach den notwendigen administrativen und technischen Prüfungen, bei denen über hundert Fahrzeuge beschlagnahmt wurden, konnten am Nachmittag die freien Trainings, das Qualifying und die Rennen selbst beginnen. Einige Fahrzeuge zogen sich in letzter Minute zurück, sodass die Teilnehmerzahl etwas geringer ausfiel als ursprünglich geplant, aber es gab dennoch einiges zu sehen.
Gruppe A wurde aufgrund der hohen Teilnehmerzahl in zwei separate Rennen aufgeteilt: A und A+. In der Gruppe A1 bis 1600 cm³ gewann Jiří Mika souverän auf einem Citroën Saxo vor Steffan Scheiber auf einem VW Derby und Franz X. Fellner auf einem VW Polo. In der teilnehmerstärksten Gruppe A1.3 siegte Uwe Hahn mit Zastava, dem Austragungsort des ADAC Histocups. Silber ging an Petr Zelenka in Most auf einem Suzuki Swift, Bronze sicherte sich Holger Kiwatt auf einem Lada 2101. Dacia erreichte das Ziel nicht. In der Zweiliter-Gruppe A2 triumphierte Jiří Zeman auf einem Honda CRX vor Mirek Pribula auf einem Renault Clio. Christian Heinz belegte mit einem BMW 320 den dritten Platz. In der A7-Gruppe der stärker modifizierten Zweiliter-Fahrzeuge sicherte sich Günter Stubenrauch den prestigeträchtigsten Pokal vor Josef Dauerer auf einem VW Scirocco. Der Lokalmatador Matěj Chabr wurde mit einem VW Golf III-B Dritter. Newcomer Oldřich Vojna landete auf einem enttäuschenden Platz.
In der Klasse der dreiliter-A3-Fahrzeuge dominierte der Deutsche Uwe Schäfer mit einem BMW M3, vor Dalibor Vopat in einem Diesel-Audi A3 und Matthias Milker in einem weiteren BMW. Die A4-Gruppe bis 3500 cm³ ging an den Deutschen Riccardo Müller im VW Scirocco R-Cup, der vor Martin Toth in einem BMW M3 und Josef Vejs in einem Audi TT gewann. In der A6-Gruppe für die wiedergeborenen Škoda Octavia III RS-Rennen war David Kratochvíl der Beste, vor Bedřich Prokop und Josef Vágner. Hoffentlich werden in dieser Klasse noch weitere Fahrzeuge an den Start gehen. Die A8-Klasse über 3500 cm³ mit stärker modifizierten Fahrzeugen endete mit dem Sieg von Petr Krejsa in einem Lotus Elise, während sein Konkurrent Ondřej Frič mit einem weiteren neuen Elise leider nicht gewertet wurde. In der Klasse A9 dominierte der Deutsche Jens Mischke mit seiner Corvette Z06 GT3, vor Jan Marečkas neuem Wagen vom Team RTR Projects, dem KTM X-Bow GTX, und Pavel Sovička holte Bronze in der Corvette Z06 R vom Team Blue Garage Racing.
Eine weitere Gruppe von Tourenwagen der Gruppe B war ebenfalls interessant und wurde durch das Duell zwischen Pavel Sovička und Jiří Urban, der anschließend vom Renndirektor bestraft wurde, zusätzlich aufgewertet. In der B1-Klasse bis 1600 cm³ gewann David Drugda in einem Suzuki Swift vor Jiří Bárta in einem Citroën. Jiří Zeman Sr. belegte mit einem Honda CRX den dritten Platz. Die B2-Klasse bis 2000 cm³ wurde von Libor Šajner in einem Toyota GT86 geleitet, der den Zweitplatzierten Tomáš Zahrádka in einem Fiesta ST150 verwies. Die Dreiliter-Klasse B3 wurde von Zdeněk Čurda in einem BMW 330ci vor Milan Zubatý in einem Ford Fiesta dominiert. In der 3,5-Liter-Klasse B4 verteidigte Newcomer Felix Hasenöhrl im VW Golf VII seinen Titel vor dem Lokalmatador Silvestr Ulmann im Nissan 350Z, den wir noch aus Formel-Rennen kennen. Pavel Sovička gewann die Klasse B5 über 3500 cm³ im Lotus Exige Cup vor Jiří Urban im Diesel-Alfa Romeo Giulia. Den dritten Platz auf dem Podium sicherte sich Newcomer Václav Novozámský im Mercedes-AMG C63.
Gruppe C1 wurde von Daniel Hentschel im Performer angeführt, nachdem Ameseder direkt nach dem Start im Retarder aufgehalten wurde. Er konnte das Rennen fortsetzen, während Matzinger zusammen mit Wolf und den Rettungskräften ausscheiden musste. Markus Hofer aus Österreich belegte im Performer den zweiten Platz in C1, gefolgt von Sven Kahnt aus Deutschland im Pacemaker auf dem dritten Platz. Rookie Christian Müller wurde im Pacemaker Revolution Fünfter und musste sich dem verfolgenden Ameseder geschlagen geben. Auch in der V2-Klasse waren sieben Prototypen stark vertreten, doch aufgrund der Kälte war keiner von ihnen im Rennen zu sehen. Jiří Švec erzielte im Funyo SP05 EVO das beste Ergebnis, vor Jürgen Kapeller aus Österreich im Radical SR3 RS. Der Österreicher Friedrich Franz, der den Pacemaker durch einen Radical ersetzte, sicherte sich die Bronzemedaille. Jasmin Fiedler wurde im neuen Tatuus PY012 Vierte. In der C3-Gruppe der Caterhams kamen schließlich vier Fahrzeuge zusammen, angeführt von Jakub Kirchner vor Marek Bláha und Marek Svačinka. Die C4-Klasse für leistungsstärkere Caterham-Modelle und ähnliche Fahrzeuge gewann Jakub Křeček vor Martin Křeček, der mit demselben Auto antrat. In der C5-Klasse siegte Miroslav Šimon mit einem KTM X-Bow.
Gruppe D begrüßte ein volles Starterfeld mit verschiedenen Formelwagen und Henry Clausnitzers interessantem Tatuus World Series Renault 3,5lr, aber auch neue Technologien, die im Winter nicht immer reibungslos funktionierten. In der D1-Klasse für Motorradmotoren gewann Robert Hanžl mit seinem neuen Gloria C8F von Honz Rieger vor Martin Walther auf einem F-BMW. Bei den Automotoren bis 1300 cm³ erzielte Kay Hähner mit Estonia 21 in der D2-Klasse das beste Ergebnis vor Detlef Schuz aus Deutschland auf Estonia 21F. Den dritten Platz auf dem Podium belegte Zdeněk Petan von Chabrmotorsport mit Tomis 99-02. In der Gruppe D3 siegte Nils Holger Wilms mit Melkus 90 vor Nicklas Meisenzahl auf Formel ADAC und dem Deutschen Martin Kuntz auf Estonia 25. Neuling Jan Kapr belegte mit Renault Campus den fünften Platz. In der Zweiliterklasse präsentierte Honza Rieger den neuen Formel Renault 2.0, schied aber aus technischen Gründen aus. In einem weiteren spannenden Rennen nach dem Neustart siegte Luboš Škarda mit Renault vor Tim Rädlein und Radek Kroupa. Melanie Klausová belegte den fünften Platz. In der D5-Gruppe der Formel-4-Einsitzer gewann Ralf Gläser vor dem Deutschen Frank Thalmann, der Bulgare Stojanov ging nicht an den Start. Henry Clausnitzer brachte die Königsklasse in die D6-Klasse und sicherte sich dort den Sieg.
Spannende Duelle auf dem kalten Asphalt, der ein oder andere Reifenschaden und ein paar Dutzend durchgefrorene Zuschauer – all das war am Panattoni Racing Day in Most zu sehen. Wir freuen uns auf das gleiche große Starterfeld bei den nächsten Rennen auf dem Slovakiaring, die die Veranstalter am 9. Mai für Sie vorbereiten werden.
Wir danken allen Teilnehmern für ihre Teilnahme und die großartigen Fahrerlebnisse sowie allen Sponsoren, Partnern und Garantiegebern für ihre Unterstützung.
Wir freuen uns darauf, euch am Slovakiaring zu sehen! Wir kämpfen um die doppelte Punktzahl, d.h. in einem Doppelrennen.
Text+Foto: Vláďa Rožánek und PET, Hankook Carboniacup 2023

Dieser Online-Shop speichert Cookies, die dazu beitragen, dass er ordnungsgemäß funktioniert. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich mit deren Nutzung einverstanden.