Das Unternehmen AUTODROM MOST, Betreiber des gleichnamigen Areals, ist aufgrund der Covid-19-Pandemie und der damit verbundenen Einschränkungen in seiner Existenz bedroht. Durch die erzwungene Schließung des Areals brachen die Einnahmen umgehend um 90 Prozent ein, und die Geschäftsleitung rechnet für das Gesamtjahr mit einem Umsatzrückgang von bis zu 70 Prozent.
„Diese Situation ist untragbar. Zwar können wir ab dem 20. April im Zuge der Lockerungen eine große Rennstrecke an Profiteams vermieten, doch die Auswirkungen werden uns kaum spüren. Es gibt nur wenige Teams im Land, und der Motorsport liegt praktisch brach. Obwohl wir alles daransetzen, alle 45 Arbeitsplätze zu erhalten, werden wir Entlassungen wohl nicht vermeiden können. Jede Unterstützung hilft uns im Moment. Wenn unsere Fans jetzt eine Eintrittskarte für die Rennen oder einen Gutschein für einen sicheren oder sportlichen Fahrkurs kaufen, behalten diese ihre Gültigkeit, bis die Veranstaltungen wieder stattfinden können“, sagte Jana Svobodová, Vertriebs- und Marketingdirektorin des Autodroms.
Sie nannte die Abhängigkeit der Region von ausländischen Kunden als Problem. Geschlossene Grenzen seien ein weiteres unlösbares Problem. „Unsere Veranstaltung zieht jährlich Zehntausende Besucher an, vor allem aus dem Ausland. Wir leisten einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung des Tourismus und zur wirtschaftlichen Erholung der Region. Doch genau das wirkt sich nun negativ auf uns aus, ebenso wie die massiven Investitionen in die Modernisierung und Verbesserung der Anlagen des Autodroms. Uns fehlen fast die Mittel“, erklärte sie.
Laut ihrer Aussage gibt es eine Lösung. Die Rennstrecke erstreckt sich über ein Gebiet von 75 Hektar. „Wir betreiben ein riesiges Areal. Daher können wir Sport- und Bildungsangebote individuell und kontaktlos anbieten. Umso bedauerlicher ist es, dass beispielsweise Hobbymärkte, auf denen sich Hunderte von Kunden drängen, geöffnet sind, während unsere Anlage geschlossen bleibt. Wir haben uns daher mit einem offenen Brief an den Premierminister und andere zuständige Vertreter gewandt und sie gebeten, ihre Haltung gegenüber unserer Anlage und unseren Aktivitäten zu überdenken und deren Betrieb zu gestatten“, erklärte sie.
Sie betonte außerdem, dass neben der Organisation von Motorsportveranstaltungen die Sicherheit für das Unternehmen oberste Priorität habe. „Wir können die Fahrsicherheitstrainings für Auto- und Motorradfahrer nicht fortsetzen, obwohl wir sie über desinfizierte Funkgeräte für jeden Teilnehmer einzeln im eigenen oder gemieteten Fahrzeug anbieten könnten. Die Fahrer lernen unter Anleitung erfahrener Instruktoren, mit den Tücken des normalen Straßenverkehrs auf dem abgesperrten Übungsgelände umzugehen und gefährden so weder sich noch andere. Gerade Motorradfahrer sind nach dem Winter unvorbereitet; allein im März erreichten fünf von ihnen nicht das Ziel“, fügte Jana Svobodová hinzu.

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