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Die Most-Frau geht zu einer Wohltätigkeitsauktion

Die Most-Frau geht zu einer Wohltätigkeitsauktion

Der legendäre Škoda Octavia RS der ersten Generation, ein Safety-Car aus Most mit dem Spitznamen „Bába“, wird im Frühjahr bei der Retro-Auktion in Garáž versteigert. Der Erlös geht an wohltätige Zwecke. Das Fahrzeug, das über 39.000 km auf der Rennstrecke ohne eine einzige Panne zurückgelegt hat, birgt viele interessante Details und ist somit eine außergewöhnliche Gelegenheit für Sammler.

 

Der Wagen wurde 2002 auf der Rennstrecke von Most zusammen mit anderen Prototypen und Vorserienfahrzeugen des in Mladá Boleslav ansässigen Automobilherstellers eingesetzt. Der Škoda Octavia RS verfügt über einen 1,8-Liter-Turbomotor mit einer Leistung von 132 kW. Nachdem entschieden wurde, diesen „neuen“, sportlichen Škoda-Kompaktwagen als Safety Car einzusetzen, wurde er gemäß dem damaligen FIA-Reglement mit einer orange-grünen Warnrampe ausgestattet. Außerdem verfügte er über ein Funkgerät mit direkter Verbindung zur Rennleitung/Rennzentrale (dieses ist nicht Teil des versteigerten Fahrzeugs). Auch die Bremsanlage wurde modifiziert: Sportbremsen wurden verbaut und die Bremsflüssigkeit durch Motorradbremsflüssigkeit ersetzt, um eine Überhitzung zu vermeiden. Da die Sieben-Spur-Fahrzeuge zum Zeitpunkt seiner Inbetriebnahme noch nicht dem heutigen Stand entsprachen, wurde der Wagen mit Dunlop-Straßenreifen ausgestattet, um hohe Geschwindigkeiten bei allen Wetterbedingungen zu ermöglichen.

 

Der schnittige Škoda ersetzte den bis dahin im Einsatz befindlichen Mitsubishi 3000GT. Das Fahrzeug wurde als Heim-Safety-Car des Most Autodroms eingesetzt. Vor dem Octavia und dem Mitsubishi waren auch der Ford Sierra XR4i und der BMW 535i auf der Rennstrecke von Most im Einsatz. Der Octavia RS war von 2003 bis 2020 bei allen Rennen dabei, bis er durch das neue Partner-Safety-Car Hyundai i30 N ersetzt wurde. Seit etwa 2016 dient das Fahrzeug nur noch als Ersatz- oder Servicefahrzeug für die im Rennbetrieb eingesetzte Technik und Mechanisierung. In diesen Jahren wurden die Safety-Car-Aufgaben größtenteils durch ausgeliehene Sponsorenfahrzeuge gelöst. Daher wurde im Kofferraum eine einfache Ausrüstung installiert, die Absorptionsmaterial, sechs Feuerlöscher, einen Sanitätsrucksack und Zurrgurte zum Anheben der Fahrzeuge enthielt. Im Laufe der Zeit wurden außerdem die Reifen auf Standard umgerüstet, die Bremsflüssigkeit auf Standard geändert und die Bremsen auf Standard umgerüstet.

 

Das Fahrzeug hat bisher seine ursprüngliche Laufleistung von 39.000 km zurückgelegt und war die meiste Zeit auf der Rennstrecke im Einsatz. Es hat fast 8.000 Runden auf dem Autodrom von Most absolviert. Erwähnenswert ist auch, dass es – abgesehen von der regelmäßigen Wartung – während seiner gesamten Einsatzzeit keinen einzigen mechanischen Defekt oder Ausfall aufwies und somit das zuverlässigste Fahrzeug ist, das jemals in Most im Einsatz war.

 

Um das Jahr 2015 wurde der Wagen beinahe zerstört. Beim Transport eines großen Krans zum Unfallort kam es zu einem Unfall, da der Kranführer nicht rechtzeitig bremste und der Kranarm das Heck des Wagens schwer beschädigte. Die „Oma“ wurde nach zwei Monaten repariert und wieder in Betrieb genommen. Daher fehlt heute der originale Kotflügel an der fünften Tür.

 

Das Auto konnte eine Runde auf dem Autodrom in etwa 2:07 Stunden absolvieren, was für ein 20 Jahre altes Serienauto ein hervorragender Wert ist. Die zweiköpfige Besatzung während der zwanzigjährigen Dienstzeit bestand aus den inländischen Fahrern und Funktionären Miroslav Smíšek, Bohumír Brejcha, Karel Čermák, Jindřich Hrneček und Miroslav Lesniak.

 

Das Fahrzeug befindet sich im Originalzustand, wie es seinen Einsatz auf der Rennstrecke beendete. Es besitzt keine Oldtimer-Zulassung und erfüllt daher nicht die Voraussetzungen für den Betrieb im öffentlichen Straßenverkehr. Obwohl es nicht mehr als Safety-Car eingesetzt wird, diente es bis zur Entscheidung zur Versteigerung zuverlässig als Einführungsfahrzeug für Fahrsicherheitstrainings und als Instruktorenfahrzeug für eine Rennstreckenschule.

 

Die Auktion, deren Erlös über den Autodrom Most Endowment Fund gemeinnützige Vereine und Organisationen in der Region Most unterstützt, findet am 22. April 2023 im Rahmen der Spring Retro Garage statt, der größten Oldtimer-Veranstaltung ihrer Art in Tschechien. Das Auktionsangebot umfasst regelmäßig 20 bis 30 Fahrzeuge, von kleinen tschechoslowakischen Mopeds bis hin zu schönen Motorrädern und Autos. Die Live-Auktionen werden von Präsentationen ausgewählter Oldtimer-Clubs, einem Tauschhandel für Auto- und Motorradersatzteile, Sammlerstücke, Literatur und vielem mehr begleitet.

 

Die Veranstaltung findet von 8 bis 16 Uhr in den modernen Ausstellungshallen des Výstaviště in Lysá nad Labem statt. Weitere Informationen finden Sie unter www.retro-garaz.cz.

 

Frühlings-Retro-Garage

WO: Moderne Ausstellungshallen des Messezentrums Lysá nad Labem + gepflasterte Außenausstellungsflächen

WANN: Samstag, 22. April 2023 (8:00 - 16:00 Uhr)

EINTRITTSGEBÜHR: 150 CZK/Person (Kinder unter 150 cm frei)

WEBSITE: www.retro-garaz.cz

 

 

Skoda Octavia RS

Offizielles Safety Car Autodrom Most 2003–2016

Baujahr: 2002

Motor: 1,8-Liter-Turbomotor

Leistung: 132 kW

Kilometerstand: ca. 39.000 km

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