Most, 22. Juni 2026 – Das Autodrom Most heißt am kommenden Wochenende die neue internationale Euro Moto-Straßenmotorradmeisterschaft willkommen. Von Freitag, dem 26. Juni, bis Sonntag, dem 28. Juni, findet auf der Rennstrecke in Most das dritte Rennen der Serie statt, die die langjährige Tradition der renommierten deutschen IDM-Meisterschaft fortsetzt. Für die tschechischen Fans bietet sich eine großartige Gelegenheit, ihre Heimfahrer direkt von der Tribüne aus anzufeuern. Im Mittelpunkt steht vor allem Štěpán Zuda in der Sportbike-Klasse, aber auch in der Supersport-Klasse werden tschechische Farben zu sehen sein.
Die Fans können sich auf packende Duelle der europäischen Motorrad-Elite in den Kategorien Superbike, Supersport und Sportbike sowie in weiteren Rennserien freuen. Die Euro Moto in Most verspricht nicht nur ein großartiges Duell der Superbike-Favoriten, sondern auch eine starke tschechische Erfolgsgeschichte: die Rückkehr von Štěpán Zuda nach seiner Verletzung und ein Heimrennen für vier tschechische Fahrer in der Supersport-Klasse.
Tschechische Rennstrecke: Zuda kehrt auf die Heimstrecke zurück
In der Sportbike-Klasse wird es eine besonders tschechische Besetzung geben. Štěpán Zuda, ein 20-jähriger Fahrer aus Liberec und der einzige tschechische Vertreter in dieser Euro-Moto-Kategorie, kommt nach Most. Zuda startete hervorragend in die Saison und gewann beide Auftaktrennen auf dem Sachsenring. Nach zwei Rennwochenenden zählt er zu den Titelanwärtern. Das heimische Publikum kann in Most daher eine wichtige Rolle spielen – Zuda kehrt auf eine Strecke zurück, die er zu seinen Lieblingsstrecken zählt.
Sein nächstes Programm wurde jedoch durch eine Handverletzung nach einem Sturz bei einem Wildcard-Event der Weltmeisterschaft beeinträchtigt. Trotzdem gelang ihm in Brünn ein Podiumsplatz, und er reist als einer der meistbeachteten Fahrer zum Rennen nach Most.
„Ich freue mich riesig auf die Rennen in Most. Es ist eine meiner Lieblingsstrecken und ich betrachte sie als meine Heimstrecke. Letztes Jahr konnte ich hier zweimal den zweiten Platz in der Supersport-Klasse erreichen, daher bin ich fest davon überzeugt, dass ich mein Ergebnis nächstes Wochenende noch einmal verbessern werde – diesmal in der Sportbike-Klasse“, sagt Štěpán Zuda.
Zuda erinnert zudem daran, dass sein Saisonstart nach einer schwierigen Genesungsphase erfolgt. „Die Saison begann großartig für mich, als ich beide Auftaktrennen der Euro Moto auf dem Sachsenring gewann. Doch nur eine Woche später zog ich mir bei einem Wildcard-Einsatz in der WorldSBK eine unangenehme Handverletzung zu. Trotz der Komplikationen startete ich dann in Brünn, wo ich einen Podiumsplatz erreichte. Die Verletzung verschlimmerte sich jedoch deutlich, und aufgrund einer schweren Infektion drohte mir der Verlust des Fingers. Ich musste die Zeitfahren komplett aufgeben und mich auf die Behandlung konzentrieren. Die Verletzung heilt aber allmählich, und ich gebe mein Bestes, um für mein Comeback in Most optimal vorbereitet zu sein und die Rennen in vollen Zügen genießen zu können“, fügt Zuda hinzu.
Tschechen in der Supersport-Klasse
Auch in der Supersport-Klasse ist Tschechien stark vertreten. Filip Feigl, Petr Feigl, Filip Novotný und Jindřich Škopek werden an den Start gehen. Filip Feigl liegt nach der bisherigen Saison unter den Top Ten der Gesamtwertung und will seine konstant guten Ergebnisse in Most fortsetzen. Der 17-jährige Jindřich Škopek gehört ebenfalls zu den jüngsten Fahrern im gesamten Starterfeld. Auch hier gibt es für die Fans etwas zu jubeln, und tschechische Flaggen werden an mehreren Rennen des Wochenendes zu sehen sein.
Die Most-Strecke wird Fahrer und Technologie auf die Probe stellen.
Der 4,212 Kilometer lange Most-Kurs zählt zu den technisch anspruchsvollsten Strecken. Die Kombination aus schnellen und langsameren Passagen, zwölf Rechts- und neun Linkskurven wird sowohl die Fahrer als auch ihre Technik auf die Probe stellen. Das Euro Moto-Rennwochenende verspricht enge Kämpfe um jede Tausendstelsekunde und wichtige Punkte für die Meisterschaftswertung.
Superbike: Duell Tulovic vs. Schrötter
Im Mittelpunkt der Superbike-Klasse steht das Duell zwischen Titelverteidiger Lukas Tulovic auf einer Ducati und Marcel Schrötter auf einer BMW. Tulovic ging mit zwei Siegen in die Saison, doch sein Vorsprung schmolz nach dem letzten Rennen in Brünn auf nur noch fünf Punkte. Schrötter, ein ehemaliger World-Supersport-Fahrer, feierte in Brünn seinen ersten Sieg in der Königsklasse und reist mit dem klaren Ziel nach Most, seine Angriffe an der Spitze fortzusetzen.
„Die Brücke ist eine schmale Strecke, auf der ständig etwas los ist“, beschreibt Marcel Schrötter die Besonderheiten. „Mit einem Superbike muss man ständig zwischen langsamen und schnellen Passagen hin und her wechseln. Aber wir werden am Motorrad arbeiten. Wir haben noch Verbesserungspotenzial. Es ist erst das dritte Saisonrennen, und ich weiß, was ich leisten kann.“
Tulovic hingegen reist mit neuem Optimismus nach Most. Der technische Defekt, der ihn in Brünn um ein besseres Ergebnis gebracht hatte, wurde in Tschechien entdeckt, und laut Team ist seine Ducati bereit, wieder um den Sieg zu kämpfen. Auch Markus Reiterberger auf BMW, Florian Alt auf Honda, Twan Smits auf Yamaha und Hannes Soomer auf BMW wollen im Kampf um die Spitzenplätze mitmischen.
Drei Tage Rennen und ein offenes Fahrerlager
Neben den Hauptkategorien der Euro Moto Superbike, Supersport und Sportbike umfasst das Programm des Wochenendes auch den Kawasaki ZX-6R Cup, den Kawasaki ZX-4RR Cup, den Twin Cup und den Pro Superstock Cup. Fans können sich auf drei Tage voller Motorrad-Action freuen.
Die Euro Moto in Most bietet Zuschauern zudem direkten Kontakt zum Renngeschehen. Wochenendtickets beinhalten den Zugang zum Fahrerlager und zum Fan Walk am Sonntag, sodass Besucher den Teams bei der Arbeit zusehen, die Motorräder vorbereiten und die Fahrer aus nächster Nähe kennenlernen können.
Tickets sind online über die Website des Veranstalters Euro Moto erhältlich. Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Fans auf der Website von Autodrom Most.

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