Der diesjährige Czech Truck Prix 2025 (28.–31. August) verspricht ein Motorsport-Wochenende zum Abschluss der Feiertage, wie es Most noch nie erlebt hat. Zum Auftakt der European Circuit Truck Championship wird der zweifache Dakar-Sieger Martin Macík erstmals zur europäischen Elite gehören – diesmal nicht bei einer Wüstenrallye, sondern am Steuer eines Renn-Iveco des deutschen Hahn Racing Teams.
Für tschechische Fans bedeutet dies eine einmalige Gelegenheit, den Dakar-Champion bei seinem Debüt auf Asphalt gegen die besten Truckfahrer Europas zu erleben. Doch das Motorsport-Festival beschränkt sich nicht nur auf Trucks – auch die NASCAR Euro Series kehrt mit dem tschechischen Ausnahmetalent Martin Doubek, zweifacher EuroNASCAR-2-Champion, auf den Most Circuit zurück. Die Fans können sich zudem auf historische Rennen, Autogrammstunden, Kinderbereiche und eine einzigartige Atmosphäre freuen. Wir haben Martin gefragt, wie er sich auf sein Debüt auf dem Most-Asphalt vorbereitet und was die Fans von seiner Teilnahme erwarten können.
Welchen ersten Eindruck hatten Sie, als Sie zum ersten Mal hinter dem Steuer eines Renntransporters saßen?
So unterschiedlich es auch ist, irgendwie doch gleich. Es ist immer noch ein Lkw. Die Kabine ist komplett anders, deshalb musste ich mich erst einmal zurechtfinden. Was das Fahren selbst angeht, bin ich letztes Jahr in Most schon einen Rennstrecken-Lkw gefahren, da gab es also nicht so viele Überraschungen. Der Unterschied liegt zum Beispiel in der Überladung, die man auf der Rennstrecke deutlich spürt, während man im Gelände eher mit Unebenheiten zu tun hat.
Wie läuft deine Vorbereitung auf den Czech Truck Prix – was ist der größte Unterschied zum Training für die Rallye Dakar?
Die Vorbereitung auf die Dakar ist sehr körperlich. Neben dem Training im Fitnessstudio gibt es auch regelmäßige Trainingsfahrten direkt im Truck mit Fans. Das ist anders. Ich muss zwar auch fit bleiben, aber es geht viel ums Lernen – wie man die Kurven möglichst effizient nimmt, wie man sich in Rad-an-Rad-Duellen verhält und so weiter. Das sind Dinge, die man im Gelände nicht so oft braucht. Man ist fast allein, trifft vielleicht auf ein oder zwei andere Autos und ist eher damit beschäftigt, wie man eine Düne oder ein anderes Hindernis überwindet.
Sie werden mit Lucas Hahns Truck auf dem Most-Rundkurs fahren – was ist für Sie die größte Schwierigkeit bei der Steuerung des Fahrzeugs?
Ich habe eine Crew in meinem LKW, mit der ich klar die Aufgaben verteilt habe. Ich bin hier alleine, deshalb hat es eine Weile gedauert, bis ich herausgefunden habe, wo sich alles befindet, zum Beispiel die Bremsenkühlung.
Ihre Teilnahme beinhaltet auch ein spezielles Programm für Fans der #DyckyDakar-Community – worauf können sie sich konkret freuen?
Wir laden alle Käufer eines MM FAN PASS oder MM VIP PASS herzlich ein, unserer WhatsApp-Gruppe beizutreten. Mir macht das wirklich Spaß, weil mir der direkte Kontakt zu den Fans sehr wichtig ist. Gemeinsam mit meinem Team veröffentlichen wir dort exklusive Inhalte, die nirgendwo sonst zu finden sind, wie zum Beispiel Vorbereitungsvideos, Sprachnachrichten und Antworten auf Fragen. Ich bin dort sehr aktiv. Während des Rennens selbst wird das Angebot noch erweitert, sodass die Fans direkt mit uns über organisatorische Angelegenheiten kommunizieren und außerdem exklusive Einblicke hinter die Kulissen erhalten können.
Gibt es etwas, das Sie von der Dakar-Herangehensweise auf den Asphalt von Most übertragen möchten?
Ich bin ziemlich stur und hartnäckig. Wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt habe, will ich es auch erreichen. Das gilt sowohl für die Dakar als auch für die Rennstrecke. Und genau wie bei unseren Rennen ist Teamwork auch hier wichtig. Auch wenn niemand mit mir im Cockpit sitzt, muss das gesamte Team zusammenarbeiten, damit alles reibungslos läuft.
Hast du dir für das Most-Rennen ein Ziel gesetzt?
Fertig! (lacht) Nein, ich versuche mich ehrlich vorzubereiten, und es ist immer noch ein LKW, also weiß ich, was ich tue. Ich will so viele Chancen wie möglich nutzen, um nach vorne zu kommen, realistisch gesehen will ich unter die ersten Zehn. Mal sehen, wie sich die umgekehrte Startaufstellung darauf auswirkt.
Neben den spannenden Duellen von Martin Macík an der Spitze der europäischen Truck-Serie und der Rückkehr von Martin Doubek in die NASCAR Euro Series können sich die Fans auch auf attraktive Rennen historischer Rennsport-Ikonen freuen – bis zu 47 Fahrzeuge werden in der Super Sixties-Serie an den Start gehen , von Shelby Mustangs GT350 über Ford GT40 bis hin zu Lotus Elan, Porsche 904 und vielen mehr. Die zweite ergänzende Rennserie, Triumph Competition & British GT, bringt die Atmosphäre des britischen Rennsports auf die Strecke.
Fans können sich außerdem auf die traditionelle spektakuläre Fahrt am Donnerstag freuen, bei der Rennwagen direkt ins Zentrum von Most gebracht werden. Am Freitag können Besucher kostenlos auf der Rennstrecke fahren. Zusätzlich gibt es das TruckFest, eine Ausstellung amerikanischer Autos, sowie Attraktionen auf der Zuschauertribüne, die im Ticketpreis inbegriffen sind. „Wir möchten, dass der Czech Truck Prix nicht nur eingefleischte Motorsportfans, sondern die ganze Familie begeistert. An diesem Wochenende verwandelt sich Most in ein internationales Motorsportzentrum und gleichzeitig in einen Ort der Begegnung, an dem Menschen Spaß haben und mit unvergesslichen Erlebnissen nach Hause fahren. Ich freue mich darauf, Sie Ende August im Autodrom begrüßen zu dürfen“, lädt Josef Zajíček, Generaldirektor des Autodrom Most und Mitglied des Veranstaltervereins AMK Most, die Zuschauer ein.
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